Die neuesten Themen
» Offener Brief von Henryk M. Broder
von Gast Di Sep 23, 2014 10:36 am

» Wann ist wer in Tunesien
von Minze Mo Sep 22, 2014 10:09 pm

» Herzlich Willkommen goon hun und helalu
von sunny_m So Sep 21, 2014 11:46 pm

» Einbürgerung
von Lulu So Aug 17, 2014 11:30 pm

» Djerba
von Gast Fr Aug 01, 2014 7:44 am

» Zugunglück
von Gast Do Jul 31, 2014 8:57 am

» AS Djerba
von Gast Do Jul 31, 2014 8:39 am

» Tunesische Eishockey Nationalmannschaft
von Lulu Sa Jun 21, 2014 10:56 am

» Hallo zusammen
von Lulu Sa Jun 21, 2014 10:55 am

» Praktikum in Tunesien gesucht
von Lulu So Jun 08, 2014 9:58 pm

» Nationalmannschaft
von Gast So Jun 08, 2014 8:14 pm

» Handball Tunesien
von Gast Mi Jun 04, 2014 8:38 am

» Liebe ohne Grenzen
von sunny_m Do Mai 22, 2014 5:16 pm


TV-Tipp: Herr Eke möchte bleiben

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

TV-Tipp: Herr Eke möchte bleiben

Beitrag von Boussa kebira am Sa Sep 28, 2013 9:28 am



Dienstag, 29.10.2013 - ZDF - 22:15 bis 22:45 Uhr

Herr Eke möchte bleiben
Hier geboren und nur geduldet

"Ich liebe dieses Land, das ist meine Heimat", sagt Mohammed Eke und meint damit Deutschland. Der 25-Jährige, den seine Freunde Mo nennen, ist in Essen geboren und aufgewachsen. Wie jeder Junge ging er in den Kindergarten, zur Schule, machte seinen Hauptschulabschluss und liebt bis heute den Fußball. Mohammed galt als talentiert, vor einigen Jahren spielte er mit dem heutigen Fußball-Nationalspieler Mesut Özil bei Rot-Weiß Essen in einer Mannschaft und träumte von einer Profikarriere. Sein Deutsch ist perfekt, er hat einen großen Freundeskreis, trainierte beim Heisinger SV die Kinder und war beim Polizeisportverein Essen aktiv. "Ich kann mir kein anderes Land für mich vorstellen", sagt er, "hier sind meine Wurzeln."
Dann der Schock. Um das Jahr 2000 ermitteln die deutschen Ausländerbehörden besonders scharf: Einige staatenlose Libanesen stehen unter Verdacht, ihre Herkunft bei der Einreise verschleiert zu haben. Mos Eltern waren 1988 in die Bundesrepublik eingereist. Sie gehören einer arabisch sprechenden Minderheit an, die aus dem Grenzgebiet der Südtürkei, Syrien und dem Libanon stammt. Um eine Aufenthaltsgenehmigung als Bürgerkriegsflüchtling zu erhalten, gaben sie sich als Libanesen aus. Diese falschen Angaben werden ihnen 2005 zum Verhängnis.
"Eines Morgens, ich war gerade 17 Jahre alt und hatte bei einem Freund übernachtet, kam ich nach Hause, und unsere Wohnung war leer." Mohammeds Familie war, bis auf zwei ältere Schwestern, die in Bremen leben und die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, in der Nacht abgeholt und in die Türkei ausgeflogen worden. "Es war ein schreckliches Gefühl, plötzlich war ich ohne Eltern, aber ich schämte mich auch, in so eine Lage geraten zu sein." Er hatte nie etwas mit der Polizei zu tun gehabt, und plötzlich galt er als Illegaler und Krimineller. "Kinder haften für ihre Eltern" entscheidet die Ausländerbehörde Essen und ordnet an, Mohammed bis zu seiner Abschiebung mit 18 Jahren in ein Essener Kinderheim zu stecken, obwohl ihn seine Schwestern in Bremen aufnehmen wollten. Er flieht aus dem Heim und wird 2008 bei einer Polizeikontrolle verhaftet. Es folgen neun Monate Gefängnis und die Abschiebung in die Türkei. Eine schreckliche Zeit für Mohammed. Er spricht nicht einmal die Sprache seines angeblichen Heimatlandes, der Türkei.
In Istanbul versucht er sich ohne Familie und in Englisch durchzuschlagen und mit Gelegenheitsjobs seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Ohne die türkische Sprache zu sprechen, konnte er aber auch hier kein wirkliches Leben beginnen. "Am wohlsten fühlte ich mich am Flughafen. Dort kam ich mir vor wie einer der Touristen, die am Abflugschalter nach Deutschland, in meine Heimat, aufbrachen."
Nach einem Jahr hielt Mohammed es nicht mehr aus und reiste illegal wieder nach Deutschland ein. Seitdem muss er monatlich mit seiner Abschiebung rechnen. Eine Lehre oder Arbeitsstelle darf er nicht annehmen, obwohl er schon zweimal eine Zusage hatte. Beide Unternehmer hätten in gern eingestellt, aber das Ausländeramt verbietet es. Seit ein paar Monaten schöpft Mohammed neue Hoffnung. Die Ausländerbehörde Bremen hat ihm eine Duldung in Aussicht gestellt. Grund ist die Familienzusammenführung mit seinen Schwestern.
Einen Platz in der Berufsfachschule Technik hat er auch schon.
Sollte sich alles doch noch zum Guten wenden und Mohammed in seiner eigentlichen Heimat Deutschland bleiben dürfen?


avatar
Boussa kebira
Geprüftes Mitglied
Geprüftes Mitglied

Anzahl der Beiträge : 96
Anmeldedatum : 18.08.12

http://tunesien-pur.forumsfree.de/

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten